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Musik

Spiel mit dem Feuer

24.08.2017

Der Musikurs der Q1 besucht die aktuelle Düsseldorfer Inszenierung der Wagner-Oper „Das Rheingold“.

(Foto: privat)

Der Musikkurs der Q1 von Herrn Ehrler hatte sich entschlossen, die Oper „Das Rheingold“ aus dem Werk „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner am Mittwoch, den 12.07.2017 im Düsseldorfer Opernhaus zu besuchen.

Nach einer zuvor intensiven Auseinandersetzung mit Opern im Allgemeinen und speziell mit Wagners Werk „Das Rheingold“ waren wir als Schüler des Kurses sehr gut auf die Vielfalt der künstlerischen Ebenen einer Oper vorbereitet. Der Besuch diente einer intensiveren Wahrnehmung der Kombinationen von Wagners komponierten Leitmotiven, live gespielt von den Düsseldorfer Symphonikern, Kostümen, Bühnenbild und Sprache.

„Das Rheingold“ – der erste Teil der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ – handelt vom Raub des Rheingoldes durch den Nibelungen Alberich. Der aus dem Gold geschmiedete Ring verleiht seinem Besitzer unendliche Macht, für die Alberich der Liebe entsagen muss. Der Ring weckt sowohl die Begierde der Riesen als auch die der Götter, denen es gelingt, Alberich den Ring zu entreißen. Vor Zorn verflucht dieser den Ring, weshalb der Gott Wotan schließlich nach einer geheimnisvollen Warnung von dem Ring ablässt und ihn den Riesen überlässt. Bei diesen entfaltet der Fluch seine direkte Wirkung, indem der eine Bruder den anderen bald aus lauter Raffgier totschlägt.

Das Werk von Wagner diente vermutlich J. R. R. Tolkien als Grundlage der Trilogie „Der Herr der Ringe“. Doch im Gegensatz zu Tolkien kann es bei Wagner kein Happy End geben. Der Ring, als Symbol für Macht und Materialismus, entfesselt auch die Dämonen der modernen Seele und lässt die Oper mehr über uns erzählen, als es der modernste Spielfilm könnte. Wagners Kritik am Kapitalismus greift dann auch Dietrich W. Hilsdorf auf, der als erster Regisseur überhaupt auch vor Anspielungen auf Wagners Antisemitismus keinen Halt macht und damit nicht nur im übertragenen Sinne „mit dem Feuer spielt“: Noch vor dem Vorspiel der Oper lässt er in seiner Inszenierung Feuergott Loge die ersten Worte des Loreley-Gedichts des jüdischen und in Düsseldorf geborenen Autors Heinrich Heine zitieren: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...“, derweil dieser mit zwei brennenden Elementen in den Händen spielend die Zuschauer Parallelen zu einem deutsch-historischen Tiefpunkt von 1933 ziehen lässt. Kein Zufall ist es da wohl, dass die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf an der Heinrich-Heine-Allee liegt ...

Der Opernbesuch beeindruckte so nicht nur den Musikkurs, sondern hinterließ aufgrund der individuellen künstlerischen Inszenierung auch Begeisterung im gesamten Publikum.


Von: Clara Trompeta und Niklas Kohnenmergen (Q1)


Letzte Aktualisierung: 27.06.2017 12:33