StartWir am NGKSchullebenSchulorganisationSchulprofilNorbert-CampusServiceTermineSitemap
Guten Tag, heute ist der 23. 05. 2019

E-Mail-Adressen

(Foto: Rainer Sturm – pixelio.de)

Liebe Eltern, liebe Schüler,

die E-Mail-Adressen am NGK enden auf den Domain-Namen der Schule (Schulname mit Bindestrich). Bei Lehrerinnen und Lehrern setzt sich die E-Mail-Adresse in der Regel aus dem Nachnamen und dem Namen der Domain zusammen, nach dem Muster „Nachname@norbert-gymnasium.de “. –
Die Adressen der Schülerinnen und Schüler enthalten zusätzlich den Vornamen: „Vorname.Nachname@norbert-gymnasium.de“.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ts(at)norbert-gymnasium.de.

Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Knechtsteden 17
41540 Dormagen
Tel.: 02133 5318-0
Fax.: 02133 5318-79
E-Mail: sekretariat(at)norbert-gymnasium.de

Schulleiter:       Herr J. Gillrath
Stellvertreter:  Herr M. Odenthal

☰ 

Israel

Israel-Austausch-Gruppe auf dem Weg nach Haifa, Jerusalem und Palästina

14.05.2019

Nach den aufregenden ersten Tagen konnten Schüler und Lehrer in der Folge etwas durchatmen und die schönen Seiten des Landes entdecken.

Geburtskirche in Bethlehem

Negev bei Mizpe Ramon

In den ersten Tagen hatten die Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 in Be’er Sheva zum ersten Mal in ihrem Leben Luftalarm wegen der aus dem Gaza-Streifen abgeschossenen Raketen erlebten. Zum Glück war die Folgenacht von Sonntag auf Montag aber bereits vergleichsweise ruhig.
Die israelische Regierung hatte aus Sicherheitsgründen zunächst alle Schulen und Kindergärten schließen lassen, doch mit Erleichterung konnte noch am Vormittag vernommen werden, dass nach den entsprechenden Vergeltungs- und Verteidigungsschlägen der israelischen Luftwaffe, mit der Hamas ein Waffenstillstand vereinbart werden konnte. Nachdem sich die Delegation bereits um 7 Uhr morgens an der Schule in Be’er Sheva traf, machte man sich auf den Weg nach Haifa, eine Hafenstadt im Norden des Landes. Unterwegs wurde noch die Gedenkstätte eines tragischen Unfalls besichtigt, bei dem vor neun Jahren durch einen verheerenden Waldbrand 42 Gefängnisinsassen auf der Flucht vor den Flammen in einem Bus verbrannten. In Haifa angekommen, wurden die herrlichen Gärten der Bahai besichtigt, einer pazifistischen Religionsgemeinschaft, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, Schönes in die Welt zu bringen. Auch ein noch erhaltener Straßenzug der ersten deutschen Siedler aus dem 19. Jahrhundert wurde begutachtet, bevor sich die Gruppe auf den Weg zu einem Dorf der Drusen machte. Diese stark familiär ausgerichtete und sich von der israelischen Gesellschaft separierende Glaubensgemeinschaft stellte der Schülergruppe ein Reserveoffizier des israelischen Militärs – selbst Dorfbewohner – in seinem Vortrag vor. Im Anschluss wurde die Gruppe zum gemeinsamen Essen eingeladen, bevor es in einer langen Rückfahrt wieder auf den Weg nach Be’er Sheva ging.
Die Gestaltung des Abendprogramms war den Schülerinnen und Schülern ganz im Sinne des gemeinsamen Abschieds überlassen. Im Elternhaus einer israelischen Schülerin wurde nach der offiziellen Verabschiedung der Schulleitung und der Lehrer mit dem letzten Gruppenvortrag in unterhaltsamer Weise der in naher Zukunft in Tel Aviv stattfindende Eurovision Song Contest beleuchtet und anschließend gemeinsam gegessen. Wieder einmal waren dabei die große Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft zu spüren, die jedem Gast in den acht Tagen immer wieder zuteil geworden war. Den weiteren Abend vergnügte sich die Gruppe ganz harmonisch in der nun wieder ebenso friedlichen Altstadt.
Entsprechend emotional war die Verabschiedung am Dienstag morgen, bei der reichlich Tränen flossen.
Dennoch erreichte die deutsche Gruppe pünktlich ihre nächste Unterkunft – das Kloster des Schwesternordens Zion – und den Herzl-Berg in Jerusalem, der an die Pioniere der israelischen Staatsgründung erinnert.
Am Nachmittag erwartete die deutschen Schüler dann sicherlich der schwerste Programmpunkt in Form einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Tiefpunkt der deutschen Geschichte im dritten Reich. Im Museum „Yad Vashem“ begegneten die deutschen Schülerinnen und Schüler einer der letzten Überlebenden des Holocausts, die in ihrer Kindheit Grausamkeiten unvorstellbaren Ausmaßes am eigenen Leib erfahren hat und in ihren Erzählungen wieder lebendig werden ließ. Auch der anschließende Gang durch das moderne Museum löste eine Bestürzung aus, die kaum in Worte zu fassen ist und weckte in jedem Einzelnen das Bewusstsein von Verantwortung für die Verhinderung einer Wiederholung solcher Ereignisse in der Zukunft.
Nach soviel schwerer Kost ließ die Gruppe den Abend in der schwer bewachten Altstadt von Jerusalem ausklingen, besichtigte das Damaskustor und die „Souks“ (viele kleine Geschäfte in den verworrenen und engen Gängen unter den Gebäuden der Stadt). An der Klagemauer angekommen, spielte sich eine große Militärparade zu Ehren aller gefallenen israelischen Soldaten ab, bevor die Gruppe den Heimweg antrat.
Am Mittwoch morgen stand nun Palästina auf dem Programm: Nach dem problemlosen Passieren der Grenze zur Westbank fuhr man zu „Life Gate“, einer sozialen Einrichtung, die körperlich und geistig benachteiligten Kindern durch verschiedene therapeutische Maßnahmen den Weg zu einem normalen Leben ermöglichen möchte. Im Anschluss an eine interessante Führung durch die Einrichtung erkundeten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen die Stadt Betlehem auf eigene Faust, bevor es zurück nach Jerusalem ging.
Hier angekommen, wurden der Ölberg mit einem wunderbaren Blick über die Stadt, die nun zugängliche Klagemauer sowie die Grabeskirche besichtigt, bevor sich die Gruppe zum gemeinsamen Abschiedsabendessen in der lokalen Gastronomie versammelte.
Nach einer äußerst kurzen Nacht machten sich noch drei besonders Wissbegierige mit Herrn Lenhartz auf einen kurzen Sprung in die Stadt auf und wurden dafür mit einem freien Zugang zum Tempelberg belohnt. Herr Ehrler moderierte die Gruppe vor der Heimreise abschließend durch eine Abschlussrunde im Innenhof des Klosters, in der die Gruppe ihren Lernertrag sowie Gedanken und Emotionen reflektieren und kommunizieren konnte.
Mit dem Transfer zum Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv und der weiteren Rückreise endete damit die erste Begegnung der Jugendlichen mit einer zugleich fremden und doch vertrauten Kultur und den Menschen in Israel. Gespannt fiebern nun alle dem Gegenbesuch der Israelis in Deutschland entgegen, der im Juni stattfinden wird.
Auch im nächsten Jahr wird das (mittlerweile zum sechsten Mal stattfindende) Austauschprogramm mit Israel den Schülerinnen und Schülern der Q1 angeboten werden. Interessentinnen und Interessenten aus der aktuellen Stufe 10 können sich diesbezüglich gerne an Herrn Lenhartz, Frau Schiff oder Herrn Ehrler wenden.


Von: Timo Ehrler


Letzte Aktualisierung: 18.05.2019 22:27