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Norbert-Gymnasium Knechtsteden

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Sprachen und Partnerschulen

Besichtigung des Wasserwerks Mühlenbusch

05.12.2019

Julia Reimert (Klasse 7 c) berichtet vom Ausflug der Erasmusgruppe zum Wasserwerk in Mühlenbusch.

Auf unserer Suche nach Nachhaltigkeit (und einem möglichst nachhaltigen Leben) durften wir Erasmus-Schüler des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden eine Führung durchs hiesige Wasserwerk im Mühlenbusch machen. Zwei Herren von der evd, unserem Wasserversorger, bzw. vom Wasserwerk selbst, das von den Kreiswerken Grevenbroich betrieben wird, begleiteten uns, erklärten, zeigten und standen für Fragen zur Verfügung.

Wir starteten in der Schaltwarte. Hier erklärte uns der für die Wasseraufbereitung zuständige Meister die Fließdiagramme, die den Fluss des Wassers von der Wassergewinnung bis zur Abgabe an die Haushalte darstellen. Der Weg des Wassers ist dabei durch viele Sicherheitsvorkehrungen geschützt. Später durften wir das gesamte Wasserwerk besichtigen. Wir erfuhren, dass unser Wasser aus Grundwasser aufbereitet wird. Dabei ist durch das Versickern des Regenwassers bereits eine erste Reinigung erfolgt. Als Besonderheit ist bei der Gewinnung von Trinkwasser aus Grundwasser eine relativ hohe Wasserhärte, also recht kalkhaltiges Wasser die Folge. Der hohe Kalkgehalt ist gesundheitlich wohl bedenkenlos. Allerdings greift dieser Kalk diverse technische Geräte an, so dass vor längerer Zeit schon beschlossen wurde, eine Enthärtung des Wassers bereits zentral im Wasserwerk durchzuführen. Dies geschieht mit Feinsand, der den Kalk bindet und somit dem Wasser entzieht. Unser Wasser wird so durch modernste Techniken zur Wasserenthärtung weicher. Das zurückbleibende Sand-Kalk-Gemisch ist keinesfalls Abfall. Es wird vielmehr als (Bio-) Dünger in der Landwirtschaft verwendet.

Auch ansonsten wird unser Trinkwasser sehr gut aufbereitet, erfüllt die hohen Qualitätsstandards, gehört damit zu den best kontrollierten Lebensmitteln und ist gesundheitlich Mineralwässern teilweise sogar überlegen. So sind auch die Umweltinspektionen ohne Beanstandungen geblieben (die letzte fand 2018 statt).

Das beim Reinigungsprozess entstehende „Abwasser“ wird gesammelt und über Tag in einem großen Becken gehalten, so dass nach Absetzen von „Schlacke“ reines Wasser übrigbleibt und in zwei Versickerungsteichen mit Feuchtbiotop geführt wird. Hier fühlen sich Fische und Schildkröten wohl. Die abgesetzte Schlacke besteht aus Eisen und Mangan, Stoffe, die sich beim Versickern des Regenwassers aus den Bodenschichten gelöst haben, und nun wieder als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden.

Zuvor, zu Beginn der Wasseraufbereitung, wird Wasser aus 14 Grundwasserforderbrunnen bezogen, aufbereitet und in vier Reinwasserbehältern mit einem Fassungsvolumen von 11.000 Kubikmetern aufbewahrt. Es versorgt die Menschen in Dormagen jährlich mit rund 3,1 Millionen Kubikmetern Wasser. Diese Menge wird benötigt, um den Wasserbedarf in Höhe von 125 Litern pro Kopf pro Tag zu gewährleisten. Dabei wird die mögliche Förderung in Verträgen festgelegt und für 25 Jahre festgeschrieben. Dennoch ist es möglich, z.B. aufgrund eines extrem heißen Sommers, die Grenzen zu überschreiten. Eine solche Überschreitung wurde in einem der beiden letzten Sommer notwendig. Durch solche Tatsachen wird sehr deutlich, dass auch bei uns der Klimawandel schon zu spüren ist.

Uns wurde einmal mehr bewusst: Wir müssen sehr sorgsam mit unserem Wasser umgehen. Es ist sehr wertvoll!

Für die interessante Führung mit Begehung des gesamten Wasserwerkes und die geduldige Beantwortung der Fragen aus unseren Reihen bedanken wir uns herzlich.


Von: Julia Reimert (7 c)


Letzte Aktualisierung: 24.10.2019 14:50