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Guten Morgen, heute ist der 22. 09. 2018 :: Engagement für Kamerun :: Druckversion

Kalender (Monat)

Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Knechtsteden 17
41540 Dormagen
Tel.: 02133/8963
Fax.: 02133/81170
E-Mail: sekretariat(at)norbert-gymnasium.de

Schulleiter:       Herr J. Gillrath
Stellvertreter:  Herr M. Odenthal

Das Wichtigste über Kamerun in 10 Punkten:

 
  • Kamerun ist ein Land in Zentralafrika. Wegen seiner Form und Vielfalt auch „Miniatur- Afrika“ genannt. Es grenzt an Nigeria, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea und den Atlantischen Ozean durch die Bucht von Bonny
  • deutsche Kolonie von 1884 bis 1919, danach englische und französische Kolonie, unabhängig seit 1960
  • Einwohner: ca. 21,0 Mio
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 52 Jahre (in Deutschland 82 Jahre)
  • Kindersterblichkeit: 140 von 1000 (in Deutschland 4 von 1000)
  • Staatsform: Republik
  • Präsident seit 06.11.1982: Paul Biya
  • Hauptstadt: Yaoundé
  • Amtssprachen: Französisch und Englisch, außerdem ca. 230 lokale Sprachen
  • Religion: Christentum (50%), Islam (20%), lokale Glaubensrichtungen (30%)
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Bücher auf dem Weg nach Kamerun

 

Vor einiger Zeit nahmen wir eine sehr großzügige Bücherspende des Norbert- Gymnasium Knechtsteden entgegen. Nun wurden die Bücher verpackt und "startklar" gemacht. In den nächsten 10 Tagen geht es per Container nach Kamerun!
Herzlichen Dank für die Unterstützung, liebes NGK

 

Engagement für Kamerun

06. 03. 2014

Kinder in Douala
Weg zum städtischen Krankenhaus
Schulalltag in Kamerun
Schulalltag in Kamerun
Klinikalltag in Kamerun
Klinikalltag in Kamerun
Dr. med. S. Epal
Dr. med. S. Epal

Mein Name ist Dr. med. Sarah Epal, ehemals Assadi Moghaddam. Ich bin ehemalige Schülerin des NGK und habe hier 2001 mein Abitur gemacht. Danach habe ich an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Humanmedizin studiert und arbeite seit 2008 als Kinderärztin. Schon zu Schulzeiten träumte ich davon, Ärztin zu werden und nach dem Studium in der Entwicklungshilfe tätig zu werden. Umso erfreuter war ich, schon während meines Studiums einige Praktika im Ausland absolvieren zu können. Als ich zum Ende des Studiums meinen heutigen Ehemann, Dr. med. Thierry Epal, einen gebürtigen Kameruner,  kennenlernte, stand für mich fest, dass ich mein praktisches Jahr größtenteils in seiner Heimatstadt Douala, Kamerun, absolvieren würde. Gesagt, getan.

Meine Zeit in Kamerun bleibt unvergesslich. Es ist ein Land, reich an Kultur, Landschaft und Menschen. Außer einigen Gebäuden, Brücken, Kirchen und Friedhöfen, die noch aus der Zeit  stammen als Kamerun eine deutsche Kolonie (1884-1919) war, erinnert im Alltag nichts an das Leben in Deutschland.

Krankenversorgung in Kamerun

Anfangs hatte ich große Probleme im Krankenhaus und Klinikalltag mit der dortigen medizinischen Versorgung klarzukommen. Zu begreifen und zu akzeptieren, dass Medizin dort ganz anders ist, als hier, fiel mir nicht leicht. Bis heute ist es ein ständiger innerer Prozess für mich, vor Ort nicht immer wieder dortige alltägliche Situationen mit deutschen Möglichkeiten zu vergleichen. Das fällt nicht immer leicht, vor allem, wenn man bedenkt, dass der erste Grund für Kindersterblichkeit die Maserninfektion darstellt – ein Krankheitsbild, gegen das man impfen könnte! Dies ist nur ein kleines von sehr vielen Beispielen, die ich nennen könnte. In meiner Zeit in Kamerun habe ich das deutsche Gesundheitswesen sehr zu schätzen gelernt, auch wenn viele hierzulande darüber schimpfen! In Kamerun ist ein Bruchteil der Bevölkerung krankenversichert. Alle medizinischen Leistungen, angefangen von Verbandsmaterial, Tupfern, Desinfektionsmittel, Handschuhen etc. bis hin zu Krankenhausaufenthaltsleistungen, OPs etc. müssen aus privater Tasche bezahlt werden. Die Folge:  Wer das nötige Geld nicht aufbringen kann, wird nicht behandelt und stirbt schlimmstenfalls!

Viele dramatische Situationen

Umso beeindruckender war für mich die große Solidarität unter den Menschen – in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis sowie in der Nachbarschaft –, wenn es darum geht finanzielle Unterstützung und Mittel für einen Erkrankten zu sammeln. Dennoch habe ich sehr viele dramatische Situationen erlebt, in denen Angehörige den zuständigen Arzt wegen einer Weiterbehandlung trotz fehlender finanzieller Mittel angebettelt und angefleht haben – meist vergeblich – mit allen Folgen für den Erkrankten…!

Nach meinem Medizinabschluss bin ich für einige Monate zurück nach Kamerun gereist, und seither fliegen mein Mann und ich einmal jährlich in unserem Jahresurlaub nach Kamerun, um vor Ort im Krankenhaus zu arbeiten und in Schulen von Deutschland zu erzählen und unter Studenten unser Wissen weiterzugeben.

Trotz oder gerade wegen aller Erfahrungen, mögen sie noch so schmerzhaft gewesen sein, hat sich für uns immer mehr der Wunsch verfestigt, dauerhaft nach Kamerun auszuwandern und dort zu arbeiten. Viele Menschen in Kamerun leben in tiefster Armut, dennoch strahlen sie Glück und Zufriedenheit aus! Die Dankbarkeit, die einem dort entgegengebracht wird, kann man nicht in Worte fassen. Wer so etwas einmal erlebt hat, den lässt das nicht mehr los! Es gibt einem mehr als alles Geld der Welt!

Aufbau eines Mutter-Kind-Zentrums

Aus diesem Grunde haben wir uns zum Ziel gesetzt, in drei bis fünf Jahren nach Kamerun zurückzugehen und dort ein Mutter-Kind-Zentrum aufzubauen und zu leiten. Da mein Mann Frauenarzt ist und ich Kinderärztin bin, bietet sich ein solches Zentrum an. Dort sollen alle Patienten behandelt werden – gleich, welche finanziellen Mittel sie mitbringen. Ähnlich wie im deutschen Gesundheitswesen sollen die Reichen für die Armen zahlen. Wir haben bereits ein Grundstück für dieses Mutter-Kind-Zentrum gekauft. Als nächstes stehen Bauplanung und Verwirklichung des Projektes an. Das kann man natürlich nicht als Privatperson alleine finanzieren. Daher haben wir gerade den gemeinnützigen Verein „Kinderherzen Kamerun e.V.“ gegründet.

Die Entwicklung unseres Vereins inklusive Fotos kann man auf unseren Seiten in den sozialen Netzwerken  google+ und facebook mitverfolgen. Also nicht vergessen auf „gefällt mir“ zu drücken!

„Kinderherzen Kamerun e. V.“

Der jährliche Mitgliedsbeitrag von Kinderherzen Kamerun e.V.“ beträgt 100 €. Das sind nicht einmal 10 € im Monat. Nie hätte ich gedacht, dass man bereits mit so einem kleinen monatlichen Beitrag von 10 € so viel Gutes in Kamerun bewirken kann. Für 10 € kann ein Kind eine Woche lang in der Schule mittagessen,  bei unkomplizierter Malaria behandelt werden oder sich einen Monat lang den Transport zur Schule leisten.

Daher freuen sich mein Mann und ich sehr, dass sich die Schülerinnen und Schüler, die Schulleitung und die Lehrerinnen und Lehrer meines ehemaligen Gymnasiums für unser Projekt interessieren und sich gemeinsam mit uns engagieren wollen. Die Kinder in Kamerun werden es uns danken!

 


Letzte Aktualisierung: 27.06.2017 12:33