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Guten Tag, heute ist der 15. 07. 2020

[Schule in Be'er Sheva]

Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Knechtsteden 17
41540 Dormagen
Tel.: 02133 5318-0
Fax.: 02133 5318-19
E-Mail: sekretariat(at)norbert-gymnasium.de

Schulleiter:       Herr J. Gillrath
Stellvertreter:  Herr C. Colberg

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Israel-Austausch 2019 für die Stufe Q1

Unser Austausch mit Be'er Sheva

- Israel 2018 -

“Das Gelobte Land“, die Geburts- und Kreuzigungsstätte Jesu, Krieg – das waren unsere ersten Assoziationen von Israel; und was uns erwartet: ein Zusammentreffen zweier konträrer Kulturen.

Ein Austausch ist immer aufregend. Man weiß nie so recht, worauf man sich einlässt und wie man sich im Voraus darauf vorbereiten soll. Deshalb gehört immer ein wenig Ungewissheit und Aufregung dazu...

Im April starteten wir (23 Schüler und 2 Lehrer) unsere Reise nach Be'er Sheva, Israel. Die Stadt liegt in der Negev-Wüste, ca. 2,5 Stunden von Tel Aviv entfernt. Bereits mit der Ankunft am Flughafen in Tel Aviv war uns klar, dass wir in eine für uns fremde Kultur und Landschaft eintauchen würden. Mit dem Zug ging es Richtung Be'er Sheva und schon auf der Zugfahrt fiel uns unsere Umgebung auf; anstelle des gewohnten Grüns sahen wir hauptsächlich Sand.

In Be'er Sheva wurden wir mit viel Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit von unseren Gastfamilien empfangen, und direkt am ersten Abend trafen wir uns alle zu einer Kennenlernrunde. Die Israelis zeigten uns auf interessante Art und Weise ihr Land und ihre Kultur. So besuchten wir zum Beispiel ein Kibbuz. Ein Kibbuz ist eine bestimmte Art Dorf, indem die Bewohner nach einem kommunistischen Vorbild leben, also jeder keinen eigenen Besitz hat, sondern es einen allgemeinen Besitz gibt und jeder einzelne Bewohner das bekommt, was er zum Überleben benötigt. Diese Form des Lebens war uns allen vorher unbekannt, weshalb der Einblick in so ein Leben und in die Art und Weise, wie diese Gemeinschaft in der Praxis funktioniert, faszinierte.

Auch besuchten wir die Festung Massada, eine Festung auf einem Berg nahe dem Toten Meer. Leider war uns das Schwimmen im Toten Meer nicht möglich, da das Wetter einen Besuch am Meer zu unsicher machte. Also bestaunten wir das Meer nur von oben. Die Festung Massada wurde von Juden zur Zeit der Römer erbaut und erzählt die Geschichte eines jüdischen Widerstandes gegen die römische Streitmacht. Heutzutage besucht man die Festung über die von den Römern erbaute Rampe, die den Fall der Festung zur Folge hatte.

Der Besuch in der Wüste war sehr faszinierend und das trotz des Regens, der uns in der Wüste überrascht hat. (Die Wahrscheinlichkeit für Regen in der Wüste ist sehr gering und natürlich regnete es genau dann, als wir unsere Fotos machen wollten:). Aber immerhin können wir sagen, dass wir Regen in der Wüste gesehen haben!

Der spannendste Teil unseres Austauschs war unser Besuch am Gazastreifen. Es war unfassbar interessant die Grenze zwischen diesen zwei Gebieten zu sehen, diese Grenze, die für so viel Aufruhr und Streit sorgt. Wir besuchten den Gazastreifen an einem Freitag, also an dem Tag, an dem sowohl Israelis als auch Palästinenser ihre Zugehörigkeit demonstrieren. Der Patriotismus, den wir an diesem Tag sahen, wäre in Deutschland kaum vorstellbar. Alles in allem ist der Patriotismus in Israel deutlich ausgeprägter als in Deutschland, die Israelis sind unfassbar stolz auf ihr Land.

An den letzten beiden Tagen unseres Aufenthaltes besuchten wir Jerusalem und ein Dorf in Palästina. Aufgrund der Verhältnisse in Israel war es leider nicht möglich, dass uns unsere Austauschschüler dabei begleiteten.

In Jerusalem besuchten wir die Klagemauer, die Geburts- und Grabeskirche Jesu und die Gedenkstätte für die Opfer des Holocausts "YadVaShem"; alles vier äußerst eindrucksvoll. Auch die "Erkundung" der Altstadt von Jerusalem war ein Erlebnis für sich. Eine Stadt dieser Art ist in Deutschland nirgends zu finden.

Alles in allem war unsere Reise nach Israel eine unvergessliche Reise, an die wir uns alle gerne erinnern werden. Wir hatten die Möglichkeit eine fremde, eindrucksvolle Kultur kennenzulernen, neue Freundschaften wurden geschlossen und großartige Erinnerungen werden uns allen im Gedächtnis bleiben. Jeder, der die Möglichkeit hat, so einen Austausch mitzumachen, sollte diese Möglichkeit unbedingt wahrnehmen.

Judith Maucher


Letzte Aktualisierung: 09.09.2019 22:40