Teilnahme am Nachhaltigkeitspreis des Erzbistums Köln

von | Mi, 22. Sep. 2021

Das Erzbistum Köln hat in diesem Jahr zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitspreis ausgelobt. Das Norbert-Gymnasium gehörte mit dem Projekt „Schwesterngarten 2.0 – Schöpfung spüren, erleben und gestalten“ zu den insgesamt 59 Bewerbungen, die bis zum 31. Juli in der Abteilung Schöpfungsverantwortung des Erzbistums Köln eingegangen sind.

Die Umgestaltung und Rekultivierung des Schwesterngartens (Gelände hinter den Naturwissenschaften) war der Kern unseres Projektes. Hierzu haben wir in der Bewerbung folgendes geschrieben:

„Der komplett verwilderte im Jahr 1983 angelegte Schwesterngarten an unserem Schulgelände soll wieder als Schöpfungsort erlebt und gestaltet werden. Neben dem Spüren und Erleben der Schöpfung Gottes soll aber auch die Gestaltung durch den Menschen auf dieser Fläche berücksichtigt werden. So haben Lehrkräfte und einige Schülerinnen und Schüler die Fläche zunächst von Brombeeren und wildem Unterholz befreit, damit anschließend große Findlinge aus dem nahen Tagebau, die uns gespendet wurden, als Sitzmöglichkeiten dort aufgestellt werden konnten. Da dieser neu geschaffene Raum eben nicht nur als bloßes „Grünes Klassenzimmer“ dienen soll, haben wir bewusst ein Kreuz dort aufgestellt, um das Bewusstsein und die Dankbarkeit für Gottes Schöpfung zum Ausdruck zu bringen. Das in diesem Sommer aufgestellte Kreuz, das bereits vor 150 Jahren gefertigt wurde, wurde uns von einer Steinmetzin aus der Region gespendet, so dass für das Gelände im Sinne der Nachhaltigkeit keine neuen Materialien benutzt wurden. Bewusst wurde das Kreuz nicht auf einen hohen Sockel gestellt. So kann man Christus inmitten der Schöpfung wahrnehmen und begegnen.

Nun soll in einer nächsten Phase die Verantwortung für die Schöpfung in den Fokus kommen, da es nun angedacht ist, dass Schülerinnen und Schüler die Randbereiche des Geländes mitgestalten. Hier geht es um Pflanzungen, aber auch um die Pflege der gesamten Fläche. Angedacht ist unter anderem auch die Errichtung eines Weidentipis. Die Fläche soll jedoch nun nicht in einen pflegeintensiven Garten verwandelt werden, sondern sehr naturnah und nachhaltig gestaltet werden.“

Zwar wurde unser Projekt nicht mit einem Preis bedacht, aber unsere Schulgemeinde hat mit diesem „neuen“ Ort einen weiteren nachhaltigen Schritt unternommen.

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitspreis und zur Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Köln finden Sie unter: www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/schoepfungsverantwortung/

von Sebastian Jung