Ausflug der 6c ins Forscher-Lab des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums
Am Mittwoch, den 03.09.25 unternahmen wir, die Klasse 6c des Norbert-Gymnasiums, einen Ausflug zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Unsere ganze Klasse hat sich darauf gefreut, denn wahrscheinlich hatte jeder schon einmal den Traum, Astronaut zu werden. Zunächst erhielten wir von Jan Bechert als Leiter des School-Labs eine Einführung in die Arbeit des DLR. Gespannt lauschten wir dem Vortrag und betrachteten die Bilder und Videos aus dem Weltall sowie von Raumfahrtmissionen. Da in einigen späteren Experimenten flüssiger Stickstoff zum Einsatz kam, bekamen wir auch eine Sicherheitseinweisung mit kleinen Experimenten zum sicheren Umgang. Dann ging es richtig los! Wir wurden in fünf Gruppen eingeteilt, die jeweils unterschiedliche Experimente durchführten.
Ich war in Gruppe 5, die sich zunächst mit der Frage beschäftigte: „Sehen wir die ganze Welt?“ Mit einer Infrarot-Kamera erkannten wir, dass es noch weitere „Farben“ gibt, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Die Kamera machte Wärmestrahlung sichtbar.
Außerdem erfuhren wir etwas über den Musiker, Mathematiker und Astronom Friedrich Wilhelm Herschel. Er baute ein Spiegelteleskop und entdeckte Sterne, die mit bloßem Auge nicht sichtbar waren. Danach führten wir Experimente mit einem Prisma durch, das das sichtbare Licht in seine einzelnen Farben zerlegte. Nach der ersten Experimentierrunde gingen wir mit der gesamten Klasse in die sogenannte Lunahalle. Das war eine Nachbildung der Mondoberfläche, in der unter anderem Astronauten trainieren. Die Klasse 6c durfte sogar etwas von dem pulverigen und scharfkantigen Vulkanstein anfassen, aus dem der Modell-Mondstein bestand.
Danach haben wir mkit den DLR-Mitarbeitern in der Mensa zu Mittag gegessen. So konnten wir gestärkt die weiteren Experimentierrunden angehen.
Gruppe 5 hatte nun das Thema „Mission to Mars“. Dabei lernten wir viel über die Verhältnisse auf dem Mars und steuerten einen kleinen Lego-Rover mit Kamera durch ein Marsmodell. Ziel war es, zu erkennen, wie schwierig es ist, sich auf dem Mars zurechtzufinden, insbesondere wenn die Funksignale zum Mars zwischen 12 und 22 Minuten benötigen.
Bei der letzten Station ging es darum, wie sich Gegenstände bei extremer Kälte verhalten. Zuerst tauchten wir einen Luftballon in flüssigen Stickstoff. Die Luft im Ballon zog sich so stark zusammen, sodass er leer wirkte. Als die Luft wieder wärmer wurde, dehnte sich der Ballon wieder aus. Beim dritten Versuch wurde das Plastik spröde und zerbrach. Danach legten wir Platten aus verschiedenen Materialien in den Stickstoff. Nach etwa fünf Minuten entnahmen sie die Platten und maßen sie. Nachdem sie wieder Raumtemperatur erreicht hatten, wurden sie erneut vermessen. Dabei stellten wir fest, dass sich Materialien bei Wärme ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen.
Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Runde, in der alle über den Tag sprachen und ein Marsrover vorgeführt wurde. So fuhren wir vollgepackt mit faszinierenden Einblicken zurück nach Knechsteden.
Von Amelie Bulang (6c)




