Sozialer Tag
Kuchen verkaufen, alte Handys sammeln, Bastelaktionen durchführen, Weihnachtspäckchen packen … mit vielen kleinen Aktionen zeigen unsere Schülerinnen und Schüler auch während des Schulalltags ihr soziales Engagement.
Eine weitere Aktion findet jedes Jahr kurz vor den Sommerferien statt: der Soziale Tag – ein Tag, an dem die gesamte Sekundarstufe I ihr Engagement zeigt. Zugunsten des Schulprojekts Kinderherzen Kamerun e.V. wird an diesem Tag gearbeitet. Das Geld, das die Schülerinnen und Schüler dabei verdienen, wird komplett für das Wohl der Kinder und Bedürftigen in Kamerun verwendet.
Ein riesiges Dankeschön geht dabei an alle Schülerinnen und Schüler und an alle Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die diese soziale Aktion erst ermöglichen.
E. Sieprath
Koordination Sozialer Tag
Best of Kamerun
Kamerun liegt in Zentralafrika am Golf von Guinea und wird aufgrund seiner geografischen und kulturellen Vielfalt oft als „Afrika im Kleinformat“ bezeichnet.
Allgemeine Übersicht
- Hauptstadt: Yaoundé
- Wirtschaftszentrum: Douala
- Einwohnerzahl: 28 bis 29 Millionen
- Staatsform: Präsidialrepublik (Präsident Paul Biya ist seit 1982 im Amt)
Geografie
- Lage: Zentralafrika, angrenzend an Nigeria, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea.
- Landschaftszonen: Reicht von tropischem Regenwald im Süden über Grasland und Hochland im Zentrum bis hin zu trockenen Savannen und der Sahel-Zone im Norden.
- Höchster Punkt: Mount Cameroon (ca. 4.040 m), ein aktiver Vulkan nahe der Küste.
Geschichte
- Vorkolonialzeit: Besiedlung durch verschiedene Ethnien (unter anderem Bantu-Völker und Fulbe).
- Deutsche Kolonie (1884–1916): Kamerun wurde 1884 als „Schutzgebiet“ Teil des Deutschen Kaiserreichs.
- Aufteilung (1916/1919): Nach dem Ersten Weltkrieg teilten Frankreich (größerer Ostteil) und Großbritannien (kleinerer Westteil) das Land unter Völkerbund-Mandat auf.
- Unabhängigkeit (1960/1961): 1960 wurde der französische Teil unabhängig, 1961 schloss sich der südliche Teil des britischen Gebiets an. Daraus entstand die spätere Republik Kamerun.
- Aktuelle Konflikte: Seit 2016 besteht die sogenannte „Anglophone Krise“, ein gewaltsamer Konflikt zwischen englischsprachigen Separatisten im Westen und der zentralen französischsprachigen Regierung. Im Norden leidet das Land zudem unter Angriffen der Terrorgruppe Boko Haram.
Sprachen
- Amtssprachen: Französisch (von ca. 80 % der Bevölkerung gesprochen) und Englisch (ca. 20 %).
- Lokale Sprachen: Über 250 einheimische Sprachen und Dialekte (z. B. Ewondo, Fulfulde, Duala).
- Umgangssprache: In städtischen Zentren weit verbreitet ist „Camfranglais“, eine Mischsprache aus Französisch, Englisch und lokalen Sprachen.
Schulsystem
- Zweigeteiltes System: Bedingt durch die Kolonialgeschichte gibt es ein französisches und ein englisches Bildungssystem nebeneinander.
- Schulpflicht: Offiziell besteht eine Grundschulpflicht (6 Jahre). Grundschulen sind staatlich kostenlos, jedoch fallen oft Gebühren für Schulmaterial, Uniformen oder Verwaltungsbeiträge an.
- Probleme: Starkes Gefälle zwischen Stadt und Land. Überfüllte Klassenräume, Lehrermangel und mangelnde Ausstattung sind häufig. Die Alphabetisierungsrate liegt bei etwa 77 %, fällt in ländlichen Regionen (besonders im Norden) aber deutlich niedriger aus.
Gesundheitssystem
- Finanzierung: Grundsätzlich kostenpflichtig. Eine flächendeckende Krankenversicherung fehlt weitgehend, weshalb Behandlungen meist direkt aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.
- Infrastruktur: In Großstädten wie Douala und Yaoundé gibt es spezialisierte Krankenhäuser, in ländlichen Regionen fehlen oft Medikamente, Equipment und Fachpersonal.
- Medizinische Herausforderungen: Hohe Belastung durch Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS. Zudem ist die Mütter- und Säuglingssterblichkeit im regionalen Vergleich weiterhin hoch.
Armut und sozioökonomische Lage
Obwohl Kamerun über Bodenschätze (Erdöl) sowie eine ertragreiche Landwirtschaft (Kakao, Kaffee, Holz) verfügt, profitiert ein Großteil der Bevölkerung nicht davon:
- Armutsquote: Etwa 38 bis 40 % der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Im extremen Norden und im ländlichen Raum liegt dieser Wert stellenweise bei über 60 %.
- Beschäftigung: Die Mehrheit arbeitet im informellen Sektor oder in der Subsistenzwirtschaft (Landwirtschaft zur Selbstversorgung), was kaum soziale Absicherung bietet.
- Lebensbedingungen: Viele Haushalte haben keinen verlässlichen Zugang zu sauberem Trinkwasser, moderner Sanitärversorgung oder stabiler Stromversorgung.
- Ursachen: Zu den Hauptgründen für die anhaltende Armut zählen hohe Korruption, schwache staatliche Institutionen, regionales Ungleichgewicht bei den Investitionen sowie die fluchtbedingten Belastungen durch die bewaffneten Konflikte im Nord- und Südwesten.
- Hier sind die beiden gewünschten Bilder:

Koordination Sozialpraktikum
Ellen Sieprath
Aktuelles
Frau Dr. Epal, die Gründerin des Vereins Kinderherzen Kamerun, zu Besuch am NGK


